Gesundheitsministerkonferenz

  

Sehr geehrte Damen und Herren,

Impfungen sind der beste Schutz gegen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten, für den Einzelnen wie für die Gesamtbevölkerung. Wirksam schützen können Impfungen aber nur, wenn dauerhaft hohe Impfraten erreicht werden. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten notwendig. Ich begrüße es sehr, dass in Mainz erstmals Experten aus Medizin und Wissenschaft zu einer Nationalen Impfkonferenz zusammenkommen, um sich mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen. 

Der Kinder- und Jugendsurvey (KIGGS) kommt zum Schluss, dass es trotz insgesamt hoher Impfquoten deutliche Defizite bei den Auffrischimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie, der Immunisierung gegen  Keuchhusten und Hepatitis B sowie der zweiten Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln gibt. Insbesondere die Masernausbrüche der letzten Jahre zeigen die Notwendigkeit, die Inanspruchnahme von Impfungen weiter zu verbessern. Nur so kann das für die WHO-Euroregion vereinbarte Ziel der Masernelimination erreicht werden. 

Um das Impfen in Deutschland weiter zu fördern, wurde die Kostenerstattung für Schutzimpfungen - auch der Masernimpfung - durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz zur Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Durch diese Neuregelung werden Impfleistungen insgesamt wie gewünscht stärker in Anspruch genommen. Die Verbesserung der Impfprävention ist zudem wichtiger Bestandteil der Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit. 

Voraussetzung für ein erfolgreiches Vorgehen sind gemeinsame Ziele der verantwortlichen Akteure in Bund, Ländern, Gemeinden, Krankenkassen und Ärzteschaft. Auch mit impfkritischen Ärztinnen und Ärzten muss ein Diskussionsprozess in Gang kommen. In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine erfolgreiche Konferenz. 

Bundesministerium für Gesundheit
Ministerin Ulla Schmidt

Rheinland-Pfalz und sozial AKTIV - Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen - Rheinland-Pfalz