Gesundheitsministerkonferenz

Sehr geehrte Damen und Herren, 

die Gesundheitsministerkonferenz hat im Juni 2007 beschlossen, in regelmäßigen Abständen Nationale Impfkonferenzen durchzuführen. 

Dadurch soll allen Partnern eine Plattform angeboten werden, um Impfziele und Strategien für die Zielerreichung zu diskutieren. Impfen ist zweifellos eine der wirksamsten und kostengünstigsten Gesundheitsmaßnahmen. Durch Impfungen konnte das Auftreten von Krankheiten, die durch Impfungen verhindert werden können, drastisch reduziert werden. Dennoch sind die Impfquoten in Deutschland für einige Krankheiten im internationalen Vergleich nicht ausreichend. So konnte bislang das WHO-Ziel, Masern zu eliminieren, nicht erreicht werden. Deshalb ist es notwendig, Impfungen und ihre Bedeutung für die Prävention ansteckender Krankheiten in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken, um so eine nachhaltige Akzeptanz des Impfangebots zu erreichen. 

Durch die 1. Nationale Impfkonferenz, die im März 2009 in Mainz stattfand, konnten erstmalig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Erfahrungsaustausch vornehmen und mit Vertretern der Krankenkassen sowie politischen Entscheidungsträgern in einen konstruktiven Dialog treten. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für den Nationalen Impfplan. Das Motto der 2. Nationalen Impfkonferenz am 8. und 9. Februar 2011 in Stuttgart lautet: "Impfen - Wirklichkeit und Visionen". Damit wollen wir den Blick nach vorn auf die innovativen Ansätze zu Impfstoffen richten. Weitere Schwerpunkte sind die zielgruppenspezifische Aufklärung der Bevölkerung und die Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Außerdem soll der Nationale Impfplan vorgestellt werden. Wichtig ist aus meiner Sicht auch das vorgesehene Gespräch mit Eltern und Schülerinnen und Schülern der 6. - 8. Klassenstufen. Deren Impflücken sollen möglichst geschlossen werden, bevor diese Jahrgänge aus dem traditionellen Interventionsbereich des kinder- und jungendärztlichen Dienstes der Gesundheitsämter "herauswachsen". Die 1. Nationale Impfkonferenz war ein gelungener Anfang. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 2. Nationalen Impfkonferenz in Stuttgart wünsche ich eine erfolgreiche Fortsetzung der begonnenen Arbeit. 

Dr. Monika Stolz MdL
Ministerin für Arbeit und Sozialordnung,
Familien und Senioren Baden-Württemberg